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Lebenslauf

Einige Daten und Anmerkungen zur küstlerischen Entwicklung:

Zeichnen und Malen seit frühester Kindheit Lebenselement.

17.-20. Lebensjahr:

Kunstgewerbeschule Hildesheim. Ausser Kopf und Akt kein richtiges Naturstudium. Viel verdorben.

20.-30. Lebensjahr:

Gebrauchsgraphische Tätigkeit. Künstlerische Absichten völlig zurückgedrängt.

30.-40. Lebensjahr:

Durch Heirat Aufgabe des Berufs. Beginn ernsten Naturstudiums. Pflanzen, Bäume, Landschaft. Sämtliche künstlerischen Impulse durch die Aussenwelt. Technik: Auf durchgearbeiteten Bleistiftzeichnungen in vielen schleierartigen Farbschichten übereinandergelegte Aquarelltöne. Weiträumige Landschaften. Auflösung der Dinge in nebliger Ferne. Streben nach mystischer Wirkung unter Ausserachtlassung des Magischen. Inhalt der Darstellung: Aufhebung der Materie im Geist. Grösstmögliche Raum- und Tiefenwirkung auf der Fläche. Folglich Illusionismus.
Schliesslich Zunehmen der Schleier- und Nebelwirkung bis zur Undurchdringlichkeit. Erstickungsgefühle, Gefühle der Ohnmacht, Versagen der Arbeitsfähigkeit. 2 qualvolle Jahre.

40.-43. Lebensjahr:

Hervorgerufen durch innere und äussere Leiden teils persönlicher Art und durch das allgemeine Schicksal gewaltsamer Durchbruch der inneren Bilder zunächst ausschliesslich dämonischen Inhalts. Arbeitsrausch. Nicht zu bewältigender Andrang der Themen und Bilder. Grundthema: der Mensch und die Abgründe. Sämtliche Impulse nur noch von innen. Umgekehrte Blickrichtung. Allmähliche Erkenntnis der Notwendigkeit einer Anpassung in der Formensprache an die neuen seelisch-geistigen Inhalte. Zunehmende Intensivierung der Linie, gleichzeitig notwendige Abstraktion des Dargestellten.
Hierdurch Auseinandersetzung mit den Problemen der Abstraktion überhaupt.
Erkenntnis: Abstrakte Kunst im wahren Sinne des Wortes ein Unding. Jede abstrakte Form in der Schöpfung bereits enthalten, also konkret existent.
Möglich also nur weitgehende Abstraktion der komplizierten und zusammengesetzten Formkomplexe der organischen Welt. Nichts neues in der archaischen bis zur frühkristlichen Kunst bereits enthalten, aber notwendig, wenn man zur Aussage geistiger Dinge gelangen will. Abstraktion der organischen Formen, um durch Komposition der gewonnenen Abstraktion einen neuen Organismus bilden zu können, gewissermassen ein schöpferischer Vorgang in zweiter Potenz.
Fortschreitende Distanzierung vom Illusionismus. Es gibt auch abstrakten Illusionismus (Spiel mit Würfeln, Flächen, Körpern, Linien, die sich durchschneiden und durchdringen auf der Fläche). Allmähliches Hintasten zum archaischen Gestaltungsprinzip. Heiligkeit der Fläche als Symbol des Urgrundes. (archaisches Gestzt: Wo ein Ding ist, kann kein anderes sein).
Schmerzhafte Empfindung bei Verletzung des Flächengesetzes. Linie als Vorgang, als Geschehen in der Fläche.
Übergang zu neuen Techniken: Gipsreliefe Linie als Realität.- Neue Inhalte: Das Inbeziehungsetzen der Urbilder: Ziel: Realisierung der geistigen Inhalte ausgedrückt in Symbolen auf der Fläche im Dienst einer sakralen Bildsprache.

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